Ministerbiografie

Rainer Eppelmann. Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-1990-0504-309, Fotograf: Elke Schöps
Rainer Eppelmann im Mai 1990. Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-1990-0504-309, Fotograf: Elke Schöps

Rainer Eppelmann, geboren am 12. Februar 1943 in Berlin
Parteizugehörigkeit: Demokratischer Aufbruch (DA), ab August 1990 CDU
Funktion: Minister für Abrüstung und Verteidigung vom 12. April bis 2. Oktober 1990

Rainer Eppelmann wächst als Sohn einer Handwerkerfamilie in Ost-Berlin auf und besucht bis zum Mauerbau ein Gymnasium in West-Berlin. Durch den Mauerbau ist ihm der weitere Besuch des Gymnasiums verwehrt. Er arbeitet kurzzeitig als Dachdeckergehilfe und absolviert anschließend eine Facharbeiterausbildung zum Maurer. 1966 verweigert er den Wehrdienst mit der Waffe und den Fahneneid, weshalb er zu acht Monaten Haft verurteilt wird. Danach dient er als Bausoldat in der NVA. Von 1969 bis 1975 studiert Eppelmann Theologie an der Predigerschule Paulinum in Berlin. Von 1974 bis 1989 ist er zunächst als Hilfspfarrer, dann als Pfarrer in der Samariterkirchengemeinde und zugleich als Kreis-Jugendpfarrer im Ostberliner Bezirk Friedrichshain tätig. Eppelmann organisiert Bluesmessen und andere Veranstaltungen der kirchlichen Jugendarbeit, die innerkirchlich umstritten sind. Im Herbst 1989 gehört Eppelmann zu den Gründungsmitgliedern des Demokratischen Aufbruchs (DA) und sitzt ab Dezember 1989 als DA-Vertreter am Zentralen Runden Tisch in Ost-Berlin. Im Februar 1990 wird er zum Minister ohne Geschäftsbereich in der zweiten Regierung von Hans Modrow ernannt. Vom 18. März bis zu deren Auflösung am 2. Oktober 1990 ist Eppelmann Abgeordneter der Volkskammer der DDR, ab April 1990 zudem als Minister für Abrüstung und Verteidigung im Kabinett von Lothar de Maizière tätig. Mit der Fusion des DA mit der CDU im August 1990 wird Eppelmann Mitglied der CDU. Mit der Wiedervereinigung im Oktober 1990 wird er Mitglied des Bundestags, dem er bis 2005 angehört. Im Bundestag ist er zwischen 1992 und 1998 Vorsitzender der beiden Enquete-Kommissionen zur Aufarbeitung der Geschichte und der Folgen der SED-Diktatur. Seit 1998 ist Eppelmann ehrenamtlicher Vorsitzender des Stiftungsvorstands der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

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Ich finde, etwas Besseres konnte dieser Armee gar nicht passieren, als dass ein Pazifist Verteidigungsminister wird.

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