Ministerbiografie

Prof. Dr. Jürgen Kleditzsch im Mai 1990 als Minister für Gesundheitswesen in seinem Ost-Berliner Büro. Quelle: Privatarchiv Jürgen Kleditzsch
Jürgen Kleditzsch im Mai 1990 als Minister für Gesundheitswesen in seinem Ost-Berliner Büro. Quelle: Privatarchiv Jürgen Kleditzsch

Prof. Dr. Jürgen Kleditzsch, geboren am 26. Januar 1944 in Bad Schandau (Sachsen)
Parteizugehörigkeit: CDU
Funktion: Minister für Gesundheitswesen, ab August 1990 zusätzlich geschäftsführender Minister für Arbeit und Soziales

Jürgen Kleditzsch legt 1962 das Abitur ab und absolviert anschließend ein einjähriges Pflegepraktikum im Kreiskrankenhaus Sebnitz. Dem folgt zwischen 1963 und 1969 ein Medizinstudium an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Nach seiner Promotion zum Dr. med. absolviert Jürgen Kleditzsch von 1969 bis 1974 eine Ausbildung zum Facharzt für Physiotherapie beim Betriebsgesundheitswesen „Wismut“ und im Kneipp-Kurbad Berggießhübel. Die Ausbildung schließt er 1974 mit einem Facharzt für Physiotherapie ab. Drei Jahre später erfolgt die Anerkennung als Facharzt für Orthopädie. 1980 habilitiert sich Jürgen Kleditzsch mit einer Arbeit über Knochenheilung zum Dr. sc.
Von 1974 bis 1989 wirkt Kleditzsch an der Medizinischen Akademie Dresden, wo er zunächst als Leiter der Abteilung Physiotherapie an der Klinik für Orthopädie tätig ist, bis er 1978 zum Oberarzt der Klinik berufen wird. 1985 tritt er einen Lehrauftrag für Physiotherapie an der Medizinischen Akademie Dresden an und wird schließlich 1987 zum außerordentlichen Professor berufen. Während dieser Zeit leitet Jürgen Kleditzsch verschiedene medizinische Forschungsgruppen. Im Dezember 1989 steigt er zum Bezirksarzt von Dresden auf.

Neben seiner wissenschaftlichen Karriere engagiert sich Jürgen Kleditzsch auch politisch. 1977 tritt er in die CDU ein und ist ab 1984 Mitglied des Bezirksvorstandes Dresden sowie ab 1987 Leiter des Aktivs „Gesundheitspolitik“ beim CDU-Bezirksvorstand. Bei der Wahl im März 1990 wird er Abgeordneter der Volkskammer und in der Regierung de Maizière zum Minister für das Gesundheitswesen ernannt. Zusätzlich übernimmt er von August bis Oktober 1990 kommissarisch das Ministerium für Arbeit und Soziales. Nach der deutschen Einheit gehört er dem 11. Deutschen Bundestag an. Im Jahr 2002 tritt er aus der CDU aus.
Heute betreibt Jürgen Kleditzsch eine Privatpraxis für Orthopädie in Bad Wörishofen in Bayern.

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In der Medizinischen Akademie „Carl Gustav Carus“, Abteilung Physiotherapie, testet der Orthopäde Jürgen Kleditzsch ein neues Elektrotherapiegerät. (ca. 1977)

Privatarchiv Jürgen Kleditzsch
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Beratung der gemeinsamen Kommission Gesundheits-/Sozialwesen für Sachsen und Baden-Württemberg im Februar 1990 in Stuttgart. Jürgen Kleditzsch nimmt an der Beratung in seiner Funktion als Bezirksarzt von Dresden teil. Daneben sitzen der Präsident der Landesärztekammer Prof. Dr. Große-Ruyken (rechts) und Prof. Dr. Kolkmann (links).

Privatarchiv Jürgen Kleditzsch / Fotograf: Jörg-Peter Maucher
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Prof. Dr. Jürgen Kleditzsch im Mai 1990 als Minister für Gesundheitswesen in seinem Ost-Berliner Büro.

Privatarchiv Jürgen Kleditzsch
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Botschafterempfang auf der WHO-Tagung in Genf am 7. Mai 1990. Zum ersten Mal gibt es einen gemeinsamen Empfang für die Ministerien der DDR und BRD nach der Friedlichen Revolution. Im Bild: DDR-Gesundheitsminister Prof. Dr. Jürgen Kleditzsch und die Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit Prof. Dr. Dr. hc. Ursula Lehr.

Privatarchiv Jürgen Kleditzsch
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Treffen ehemaliger Minister des Kabinetts de Maizière und der ehemaligen Präsidentin der Volkskammer Frau Dr. Bergmann-Pohl unter dem Thema: "Römerbad-Gespräche zu Deutschland" in Badenweiler im Oktober 1992.

Privatarchiv Jürgen Kleditzsch
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In der Medizinischen Akademie „Carl Gustav Carus“, Abteilung Physiotherapie, testet der Orthopäde Jürgen Kleditzsch ein neues Elektrotherapiegerät. (ca. 1977)

Privatarchiv Jürgen Kleditzsch
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Beratung der gemeinsamen Kommission Gesundheits-/Sozialwesen für Sachsen und Baden-Württemberg im Februar 1990 in Stuttgart. Jürgen Kleditzsch nimmt an der Beratung in seiner Funktion als Bezirksarzt von Dresden teil. Daneben sitzen der Präsident der Landesärztekammer Prof. Dr. Große-Ruyken (rechts) und Prof. Dr. Kolkmann (links).

Privatarchiv Jürgen Kleditzsch / Fotograf: Jörg-Peter Maucher
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Prof. Dr. Jürgen Kleditzsch im Mai 1990 als Minister für Gesundheitswesen in seinem Ost-Berliner Büro.

Privatarchiv Jürgen Kleditzsch
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Botschafterempfang auf der WHO-Tagung in Genf am 7. Mai 1990. Zum ersten Mal gibt es einen gemeinsamen Empfang für die Ministerien der DDR und BRD nach der Friedlichen Revolution. Im Bild: DDR-Gesundheitsminister Prof. Dr. Jürgen Kleditzsch und die Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit Prof. Dr. Dr. hc. Ursula Lehr.

Privatarchiv Jürgen Kleditzsch
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Treffen ehemaliger Minister des Kabinetts de Maizière und der ehemaligen Präsidentin der Volkskammer Frau Dr. Bergmann-Pohl unter dem Thema: "Römerbad-Gespräche zu Deutschland" in Badenweiler im Oktober 1992.

Privatarchiv Jürgen Kleditzsch
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