Staatssekretäre

Prof. Dr. Gerhard Behrendt, geboren am 11. November 1943 in Wismar
Parteizugehörigkeit: SPD
Funktion: Mai bis Oktober 1990 Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Energie und Reaktorsicherheit

Nach dem Abitur, das Gerhard Behrendt 1961 in Dessau ablegt, folgt ein Arbeitseinsatz im VEB Stickstoffwerke Piesteritz. Zwischen 1962 und 1967 absolviert er ein Chemie-Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach dem Studium arbeitet Behrendt als Chemiker im Institut für Hochpolymere an der Akademie der Wissenschaften. Zwischen 1967 und 1969 leistet er seinen Wehrdienst in der NVA ab. Am Zentralinstitut für organische Chemie an der Akademie der Wissenschaften wird Behrendt 1971 promoviert. In den 1970er und 1980er Jahren spezialisiert er sich auf makromolekulare Chemie und erforscht Recyclingprozesse. Dafür wechselt er 1984 an das Institut für Molekularbiologie, wo er sich schwerpunktmäßig mit Syntheseprozessen und Nachweismethoden in der Molekularbiologie beschäftigt. Während der Friedlichen Revolution tritt Behrendt im Oktober 1989 in die neu gegründete SDP (seit Januar 1990: SPD) ein und arbeitet in der AG Ökologie/Ökonomie sowie Wissenschaft mit. Von Mai bis Oktober 1990 wird er als Staatssekretär in das Umweltministerium der letzten DDR-Regierung berufen.

Nach dem Ende der DDR ist er zunächst in der Altlastenbewertung und -sanierung tätig, bevor er 1995 an die Technische Fachhochschule Wildau berufen wird. Von 2010 bis 2014 ist Behrendt außerdem Mitglied des Beirats für Nachhaltige Entwicklung des Landes Brandenburg.

Uwe Pautz. Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-1990-0711-307, Fotograf: Elke Schöps
Uwe Pautz im Juli 1990. Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-1990-0711-307, Fotograf: Elke Schöps

Dr. Uwe Pautz
Parteizugehörigkeit: Unbekannt
Funktion: April bis Oktober 1990 Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Energie und Reaktorsicherheit

– Biografische Angaben zu Dr. Uwe Pautz werden ergänzt –

 

 

 

Winfried Pickart
Winfried Pickart. Quelle: Privat

Winfried Pickart, geboren am 30. Mai 1950 in Ronneburg
Parteizugehörigkeit: CDU, seit Oktober 1990 parteilos
Funktion: April bis Oktober 1990 Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Energie und Reaktorsicherheit

Nach einer Lehre als Facharbeiter für Wasserbautechnik, studiert Winfried Pickart von 1968 bis 1971 an der Ingenieurschule für Wasserwirtschaft in Magdeburg. Danach arbeitet er für einige Zeit in der Oberflußmeisterei Gera. 1976-77 leitet Winfried Pickart die Abteilung für Verkehr, Energie, Umweltschutz und Wasserwirtschaft beim Rat des Kreises Gera. Dann wechselt er in den Rat der Stadt Gera, wo er bis 1985 Leiter der Abteilung Energie-, Verkehrs- und Nachrichtenwesen ist. In den darauffolgenden Jahren ist er beim Rat des Bezirkes Gera zunächst für das Erholungswesen und von 1986 bis 1989 für die Abteilung Umweltschutz und Wasserwirtschaft zuständig. Im Januar 1990 wird er ins Ministerium für Umweltschutz und Wasserwirtschaft berufen, wo er im Bereich „Internationale Zusammenarbeit“ arbeitet. Auch in der Regierung de Maizière bleibt er als Staatssekretär im neu strukturierten Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Energie und Reaktorsicherheit tätig. In seiner Funktion ist er insbesondere an den Verhandlungen der deutsch-deutschen Umweltkommission und dem Einigungsvertrag beteiligt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Förderung wichtiger Umweltprojekte in industriellen Ballungsgebieten. Nach der Wiedervereinigung tritt Winfried Pickart noch im Oktober 1990 aus der CDU aus. Seine berufliche Laufbahn setzt er ab 1991 in der freien Wirtschaft fort.

Im Interview erinnert sich Karl-Hermann Steinberg an die Zusammenarbeit mit den drei Staatssekretären, die im Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Energie und Reaktorsicherheit beschäftigt waren.

Bundesstiftung Aufarbeitung, 2016

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