Staatssekretäre

Rainer Jork. Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-1990-0421-335, Fotograf: Elke Schöps
Rainer Jork. Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-1990-0421-335, Fotograf: Elke Schöps

Dr.-Ing. Rainer Jork, geboren am 16. März 1940 in Dresden
Parteizugehörigkeit: CDU
Funktion: Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Bildung und Wissenschaft

Der 1940 in Dresden geborene Rainer Jork erlernt nach der mittleren Reife von 1956 bis 1959 den Beruf eines Feinmechanikers. Das Abitur legt er ebenfalls 1959 an der Abendoberschule Dresden erfolgreich ab und studiert anschließend bis 1965 an der Technischen Hochschule bzw. Technischen Universität (TU) Dresden Maschinenbau/Regelungstechnik.
Seit 1965 arbeitet Rainer Jork als Diplomingenieur im VEB Reglerwerk Dresden auf dem Gebiet der industriellen Prozessautomatisierung, ab 1971 als Hauptabteilungsleiter. Nebenbei wird er von 1969 bis 1975 an der Technischen Hochschule Ilmenau auf dem Gebiet der rechnergestützten Projektierung von Automatisierungsanlagen promoviert. Daneben geht Jork zwischen 1965 und 1984 einer nebenberuflichen Tätigkeit als Berufsschullehrer nach. Zwischen 1976 und 1990 ist er zudem als Dozent an der TU Dresden tätig. Von 1985 bis 1990 ist Rainer Jork hauptberuflich als Fachschullehrer für Automatisierungstechnik in der Ingenieurschule für Kraft- und Arbeitsmaschinenbau „Rudolf Diesel“ in Meißen beschäftigt.

Rainer Jork ist seit 1971 Mitglied der Blockpartei CDU. Im Februar 1990 wird er zum Vorsitzenden der CDU Radebeul und im März 1990 in die Volkskammer gewählt, wo er die Leitung der Arbeitsgruppe Bildung der CDU übernimmt. Im Juni übernimmt er das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs im Ministerium für Bildung und Wissenschaft. Mit der deutschen Einheit zieht Rainer Jork in den Deutschen Bundestag ein, dem er bis 2002 angehört. In den darauffolgenden Jahren ist Jork weiterhin in vielen Gremien aktiv. Beispielsweise ist er stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion im Kreistag Meißen sowie Vorsitzender der Senioren-Union im Kreis Meißen. Zudem ist Rainer Jork Mitglied in verschiedenen Vereinen wie dem Förderverein Dresdner Philharmonie und der Schlossfreunde Moritzburg.

Prof. Dr. sc. paed. Klaus Achtel, geboren am 5. Dezember 1937 in Bad Liebenwerda
Parteizugehörigkeit: CDU
Funktion: Staatssekretär im Ministerium für Bildung und Wissenschaft

Nach dem Abitur, das Klaus Achtel 1955 ablegt, nimmt er ein Studium in der Fachrichtung Berufspädagogik/Technische Chemie an der Technischen Hochschule Dresden auf. 1960 beendet er das Studium mit einem Diplom als Gewerbelehrer für Lebensmitteltechnologie. Anschließend ist Klaus Achtel von 1960 bis 1966 als Berufsschullehrer im VEB Chemiekombinat Bitterfeld tätig. Danach tritt Klaus Achtel an der Technischen Universität Dresden eine Stelle als wissenschaftlicher Assistent an der Sektion Berufspädagogik an. Es folgt die Promotion A auf dem Gebiet der Unterrichtsmethodik im Jahr 1972. Zwischen 1973 und 1990 arbeitet Achtel zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter, dann als Forschungsbereichsverantwortlicher sowie Wissenschaftsbereichsleiter am Zentralinstitut für Berufsbildung. In dieser Zeit legt er 1987 die Promotion B an der TU Dresden mit einer Arbeit über die berufliche Erwachsenenbildung ab. In den 1980er Jahren ist Achtel außerdem Mitglied des Rates für Berufspädagogik der DDR und Mitglied der Fachsektion Bildung der UNESCO-Kommission der DDR. Im Mai 1990 übernimmt Klaus Achtel den Posten als Staatssekretär im Ministerium für Bildung und Wissenschaft, wo er bereits zuvor als Abteilungsleiter tätig gewesen ist.

Dr. Dieter Reiher, geboren am 17. April 1933 in Breslau (Polen)
Parteizugehörigkeit: parteilos
Funktion: Staatssekretär im Ministerium für Bildung und Wissenschaft

Dieter Reiher wird am 17. April 1933 in Breslau geboren und flieht 1945 mit seiner Familie aus Schlesien nach Erfurt. Dort beendet er die Schule 1951 mit dem Abitur. Von 1951 bis 1959 studiert Reiher Theologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie in Basel (Schweiz). In der Schweiz absolviert er sein Vikariat und erhält seine Ordination. 1959 kehrt Reiher in die DDR zurück und wird Studieninspektor des kirchlichen Proseminars Naumburg. Ab 1960 ist er in den Pfarrbezirken Großkorbetha und Schkortleben tätig. 1966 übernimmt Dieter Reiher eine Stelle als Dozent für Katechetik und Pädagogik am Predigerseminar Brandenburg. Es folgt die Promotion zum Dr. theol. im Jahr 1971. Dieter Reiher ist von 1973 bis 1995 für die Fachzeitschrift „Die Christenlehre“ als Schriftleiter tätig. Parallel dazu leitet er ab 1977 bis 1990 die kirchliche Erziehungskammer Berlin-Brandenburg und ist zudem seit 1978 Vorsitzender der Fachkommission für Katechetik beim Bund Evangelischer Kirchen. Während der Umbruchszeit ist Reiher im November 1989 als Referent am Bildungsgespräch der evangelischen Kirche mit Staatsvertretern beteiligt.

Im Mai 1990 wird Dieter Reiher auf Vorschlag der CDU als Staatssekretär ins Ministerium für Bildung und Wissenschaft berufen. Nach der Wiedervereinigung leitet er bis 1991 die gemeinsame Einrichtung der neuen Bundesländer für Bildung und Wissenschaft, der es obliegt, die bildungspolitischen Aufgaben in die neuen Länderministerien zu überführen. In diesem Zusammenhang engagiert sich Reiher für die Wiedereinführung des Religionsunterrichts in der Schule. Gemeinsam mit dem religionspädagogischen Institut der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig ist er an der Herausgabe der ersten Religionslehrbücher für die neuen Bundesländer beteiligt. Danach ist Reiher bis 1997 Oberkonsistorialrat und Rektor des evangelischen Bildungszentrums Brandenburg an der Havel.

Für seine wissenschaftlichen Arbeiten im Bereich der Religionspädagogik verleiht ihm die Universität Leipzig 2006 die Ehrendoktorwürde.

Dr. Ekkehard Schwerin, geboren am 24. August 1937
Parteizugehörigkeit: parteilos
Funktion: Staatssekretär im Ministerium für Bildung und Wissenschaft vom 2. bis 16. Mai 1990

Der Theologe Ekkehard Schwerin ist als Oberkirchenrat der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburg tätig. Er wird auf Vorschlag der CDU am 2. Mai 1990 zum Staatssekretär im Ministerium für Bildung und Wissenschaft berufen, auf eigenen Wunsch von dieser Funktion aber am 16. Mai bereits wieder abberufen.

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